Porzellanherstellung
Jedes unserer Porzellanstücke beginnt mit einer Idee – oft ganz schlicht als Handskizze auf Papier. Aus diesen ersten Gedanken entwickelt sich Schritt für Schritt eine Form, ein Prototyp aus Gips und schließlich die Gipsformen, in denen das Porzellan gegossen wird.
Wie unsere Stücke entstehen
Bis ein einziges Stück fertig ist, vergehen viele Arbeitsschritte, viel Zeit und viel Aufmerksamkeit.
Genau darin liegt für uns der besondere Wert: Jedes Stück trägt die Spuren eines lebendigen Handwerks und die Erfahrung, die mit jedem neuen Stück weiter wächst.
01 Masse vorbereiten
Sind die Formen fertig und gut getrocknet, beginnt der keramische Teil der Arbeit. Silvi bereitet die Porzellanmasse sorgfältig vor, bis Konsistenz und Viskosität genau stimmen. Anschließend wird sie nach eigener Rezeptur mit keramischen Farbkörpern eingefärbt.
02 Gießen
Beim Gießen beginnt der Gips seine stille Arbeit: Er entzieht der Porzellanmasse langsam Wasser. So bildet sich an der Innenwand der Form Schicht für Schicht die Wand des späteren Gefäßes. Sobald die gewünschte Stärke erreicht ist, wird die überschüssige Masse ausgegossen – zurück bleibt ein feiner Hohlkörper.
03 Brennen und Glasieren
Im lederharten Zustand wird das Stück aus der Form genommen, sorgfältig nachbearbeitet und von Hand retuschiert.
Danach folgt der erste Brand, der sogenannte Schrühbrand. Anschließend wird jedes Stück glasiert und bei hoher Temperatur ein zweites Mal gebrannt, bis das Porzellan dicht, widerstandsfähig und dauerhaft ist.
04 Feinschliff
Zum Schluss werden die unglasierten Flächen fein geschliffen. So entsteht die weiche, angenehme Haptik, die man beim Berühren sofort spürt.
Ein seltenes Handwerk
Obwohl wir Porzellan täglich benutzen, wissen nur wenige, dass es durch Schlickerguss in saugfähigen Gipsformen entsteht. Lukas widmet sich diesem Teil des Handwerks mit großer Leidenschaft. Über die Jahre hat er sich viel Wissen in diesem zunehmend seltenen Berufsfeld selbst angeeignet.